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Von Holger Schmidt

DFB-Präsident bewirbt sich als Nachfolger Theo Zwanzigers

Weimar, 28. November (SID) - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wird wie erwartet für das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA kandidieren. Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schlug den 63-Jährigen am Freitag auf seiner Sitzung in Weimar einstimmig für die Kandidatur vor.

Niersbach bewirbt sich damit um den Platz seines Vorgängers Theo Zwanziger, der auf dem FIFA-Kongress am 29. Mai 2015 in Zürich ausscheiden wird. Gewählt wird der europäische Vertreter in der FIFA-Exekutive am 24. März 2015 auf dem UEFA-Kongress in Wien.

“Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass es mich neben meinen Aufgaben beim DFB und in der UEFA nicht auch noch in diese Rolle drängt”, erklärte Niersbach: “Aber ich weiß das einstimmige Votum und das große Vertrauen des Profi- und Amateurfußballs sehr zu schätzen. Ich stelle mich dieser Wahl, weil ich für die europäischen Positionen eintreten möchte und der festen Überzeugung bin, dass der deutsche Fußball seinen Platz und seine Stimme in den wichtigsten Entscheidungsgremien nicht verlieren darf. Ich sehe es als eine große Gemeinschaftsaufgabe an, die Interessen unserer Verbände, Ligen und Vereine im Weltfußball zu vertreten.”

Zwanziger, von 2004 bis 2012 Präsident des DFB und 2011 als Nachfolger von Franz Beckenbauer ins FIFA-Exko gerückt, warf derweil in der Diskussion um Katar 2022 einen weiteren Vorschlag in die Runde. “Man könnte überlegen, ob man zu einem sportpolitischen Kompromiss dergestalt kommen kann, die WM vier Jahre später, also 2026, nicht ausschließlich in Katar, aber in der arabischen Region auszutragen”, sagte er der Rheinischen Post (Samstagausgabe).

Zwanziger denkt an “die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Katar – eben auf einer größeren Fläche und von vornherein in den Winter gelegt. Das würde ich für eine vertretbare Lösung halten, weil damit auch gesellschaftliche Ziele in der Golf-Region verfolgt werden könnten.”

Für den 69-Jährigen besteht weiter kein Zweifel daran, dass die WM 2022 aufgrund der Korruptionsvorwürfe nicht wie geplant stattfinden kann: “Katar muss die WM wieder entzogen werden. Dieser Sündenfall ist so groß, dass er nicht anders gesühnt werden kann. Der Weltfußball wird sonst nicht zur Ruhe kommen”, erklärte er und forderte von Niersbach Unterstützung für seine Ideen ein.

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