Daniel Baier besucht JVA Neuburg-Herrenwörth
Daniel Baier besucht JVA Neuburg-Herrenwörth © DFB Sepp-Herberger-Stiftung / Carsten Kobow
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FC Augsburg-Profi Baier: “Ich bin stolz, in die Fußstapfen von Helmut Haller treten zu dürfen”

Augsburg, 24. November - Am Sonntag noch schnürte Daniel Baier beim 1:0-Auswärtssieg gegen den VfB Stuttgart die Schuhe für das Team aus der Fuggerstadt. Am Montag besuchte der 30-Jährige vom FC Augsburg die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Neuburg-Herrenwörth. Aus dem Licht der Bundesliga hinein in den Alltag einer Haftanstalt. Im Rahmen der Resozialisierungsinitiative “Anstoß für ein neues Leben” unterstützen Baier und der FC Augsburg die Arbeit der Sepp-Herberger-Stiftung. Ein Zusammenspiel mit Tradition, denn bereits FCA-Idol Helmut Haller war bis zu seinem Tod im Jahr 2012 Repräsentant der ältesten deutschen Fußball-Stiftung.

Daniel Baier im Dialog mit den inhaftierten Jugendlichen

Die Vorfreude auf den prominenten Gast war groß bei den Inhaftierten der JVA Neuburg-Herrenwörth. “Daniel Baier ist unseren Jugendlichen als Fußball-Profi sehr bekannt. Alle freuen sich über seinen Besuch”, betont Anstaltsleiter Ernst Meier-Lämmermann. Nach einem kurzen Rundgang durch die 187 Haftplätze umfassende Einrichtung trafen sich Baier und 12 junge Männer im Alter zwischen 17 und 22 Jahren zur gemeinsamen Gesprächsrunde. Fast alle waren vor ihrer Inhaftierung in einem Fußballverein aktiv. Natürlich standen die aktuelle Tabellen-Situation des FC Augsburg und die jüngste Partie gegen den VfB Stuttgart dabei im Fokus. Baier berichtete aber auch von seinen Anfängen in der Bundesliga, der Deutschen Meisterschaft mit dem VfL Wolfsburg in der Saison 2008/09, dem Wechsel nach Augsburg sowie über den Aufstieg mit dem FCA in Liga 1.Der frühere Junioren-Nationalspieler (sechs Länderspiele) hatte aber auch Fragen an die Jugendlichen, wollte wissen, wie es dazu kam, dass sie in Haft gerieten. “Die Jugendlichen haben alle einen Fehler gemacht, anderen mitunter großes Leid zugefügt. Mich interessieren ihre Geschichte und ihre Pläne für die Zeit danach. Mit der Anstoß-Initiative bieten sich ihnen viele Chancen und Möglichkeiten – ich hoffe, die Jugendlichen nutzen sie”, sagt Baier.

Daniel Baier hält Sepp-Herberger-Wimpel in der Hand

Daniel Baier mit Sepp-Herberger-Wimpel © DFB-Stiftung Sepp Herberger / Carsten Kobow

Nach der Gesprächsrunde begleitete der in Köln geborene Mittelfeldspieler in der Sporthalle der Haftanstalt eine rund einstündige Trainingseinheit, gab den Jugendlichen Tipps und Hinweise. Beim Betreten der Halle stieß Baier im Eingangsbereich auf eine Autogrammkarte von Helmut Haller. Der im Jahr 2012 verstorbene frühere Nationalspieler engagierte sich bis zu seinem Tod für die Sepp-Herberger-Stiftung. Als Stiftungsbotschafter hatte auch Haller im Jahr 2004 die JVA besucht. “Ich bin stolz, an dieser Stelle für den FC Augsburg in die Fußstapfen von Helmut Haller treten zu dürfen”, so Baier.

Anstoß für ein neues Leben

Seit ihrer Errichtung im Jahre 1977 engagiert sich die Sepp-Herberger-Stiftung im Bereich der “Resozialisierung”. Prominente Fußball-Persönlichkeiten besuchen regelmäßig bundesdeutsche Haftanstalten. Sepp Herberger selbst hatte im Jahr 1970 damit begonnen. Mit der Resozialisierungsinitiative “Anstoß für ein neues Leben” engagiert sich die Stiftung speziell für Jugendstrafgefangene. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, den beteiligten Haftanstalten sowie den zuständigen DFB-Landesverbänden werden Ausbildungsangebote zu Fußball-Trainern oder Schiedsrichtern gemacht und die Jugendlichen aktiv auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Prominente Klubs und Persönlichkeiten des deutschen Fußballs begleiten als Paten die jeweiligen Strafanstalten. Die Patenschaft über die Anstoß-Mannschaft der JVA Neuburg-Herrenwörth hat der FC Augsburg übernommen.

Weitere Informationen unter www.sepp-herberger.de

Weitere Informationen zu Daniel Baier

Kontakt für Rückfragen
DFB-Stiftung Sepp Herberger
Tobias Wrzesinski
Stv. Geschäftsführer
Sövener Straße 50
53773 Hennef
Tel. 02242 – 918 85 0
Fax 02242 – 918 85 21
Mobil 0152 – 289 17 104
E-Mail twr@sepp-herberger.de
www.sepp-herberger.de