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Verpflichtung des chinesischen Youngsters wirft Fragen auf

Wolfsburg, 16. Dezember (SID) - Natürlich verneint Klaus Allofs die Frage, ob die Verpflichtung von Xizhe Zhang ein PR-Gag sei. Dieser 23-Jährige sei vielmehr einer der besten Fußballer Chinas, der den VfL weiterhelfen werde, betonte der Wolfsburger Manager. Na, klar. Nie hätte Allofs sagen können, dass man den Mittelfeldspieler vorwiegend deshalb verpflichtet habe, um die Marke VW auf dem chinesischen Markt populärer zu machen.

So oder so – die Resonanz auf den Transfer im Reich der Mitte ist gewaltig. 40 Millionen Zuschauer verfolgten am Dienstag die Präsentation ihres Landsmannes in Wolfsburg. Und wie viele mehr werden es erst sein, wenn Zhang in der Liga mal gegen Bayern München spielt. In diesem Punkt ist der Fußballer automatisch ein gigantischer Werbeträger für Volkswagen, ohne das gegen irgendeine Regel des internationalen Fußballs verstoßen wurde.

Autoverkaufen und Fußball – so und in dieser Reihenfolge lautet die Maxime am Standort Wolfsburg. Dass die FIFA bereits hellhörig geworden ist und gemäß ihres Financial Fair Play das Wolfsburger Finanzgebaren hinterfragte, zeigt, dass diese Verquickung nicht als Idealbild im internationalen Fußball gilt. Mehr aber auch nicht. Eine Strafe oder andere Konsequenzen hat der VfL nicht zu befürchten.

Von daher bleibt nun abzuwarten, wie sich der Youngster aus Fernost am Mittellandkanal entwickelt. Spieler aus Südkorea und vor allem aus Japan haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie eine echte Verstärkung für eine Bundesliga-Mannschaft sein können.

Den drei Vorgängern Zhangs aus dem Riesenreich ist das nicht gelungen. Vielleicht schafft es Zhang – den VfL Wolfsburg würde es freuen – und auch Volkswagen. Vielleicht gibt es dann bald auch ein gleichnamiges Modell…

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