DFB muss um Leistungszentrum bangen
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Inititative “Pro Rennbahn” erzwingt Bürgerentscheid

Frankfurt/Main, 14. Januar (SID) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss um den geplanten Bau seines 89 Millionen Euro teuren Leistungszentrums auf dem Gelände der Galopprennbahn in Frankfurt/Main bangen. Die Initiative “Pro Rennbahn” hat einen Bürgerentscheid erzwungen. Die Stadt kündigte an, die Abstimmung im Juni durchführen zu wollen.

DFB-Präsident Niersbach: “Verband respektiert selbstverständlich die demokratischen Abläufe”

Die Hürde für die Verhinderung des Baus ist allerdings hoch. Beim Entscheid muss nicht nur die Mehrheit für die Erhaltung der Rennbahn stimmen, es müssen zudem auch mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten teilnehmen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte zuletzt betont, dass der Verband selbstverständlich die demokratischen Abläufe respektieren werde.

Einreichung von fast gültigen 14 000 Unterschriften

Die Verwaltung gab am Mittwoch bekannt, dass die Überprüfung der Unterschriftenlisten abgeschlossen sei. Die Bürgerinitiative hatte insgesamt 18.884 Unterschriften eingereicht. Mit 13.715 gültigen Unterschriften ist die notwendige Stimmenzahl erreicht. Erforderlich waren 13.604 Unterschriften.

Bürgerentscheid wahrscheinlich im Juni

“Wir werden nun zeitnah eine Vorlage in den Geschäftsgang geben, welche die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens formal feststellt. Wir gehen davon aus, dass die Beschlussfassung im Magistrat noch im Januar erfolgen kann”, sagte der zuständige Stadtrat Jan Schneider: “Nach der anschließenden Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung – voraussichtlich im Februar – ist innerhalb von sechs Monaten ein Bürgerentscheid durchzuführen, der wie beispielsweise eine Kommunalwahl gründlich vorbereitet werden muss. Wir planen aber, die Abstimmung in jedem Fall noch vor den Sommerferien – wahrscheinlich bereits im Juni – durchzuführen.”

Der DFB und die Stadt Frankfurt/Main hatten den Weg für den Bau im November 2014 frei gemacht. Der Verband hatte damals das von der Stadt angebotene Gelände erworben. Es wurde ein Erbbauvertrag mit einer Laufzeit von 99 Jahren unterzeichnet.

Der kapitalisierte Erbbauzins für das 15 Hektar große Areal beträgt 6,835 Millionen Euro. Die Zahlung wird mit der Übergabe des Geländes an den DFB am 1. Januar 2016 fällig. Im kommenden Jahr soll der Bau beginnen, Ende 2018 der Umzug erfolgen.

Bei den Baukosten rechnet der DFB mit Zuschüssen des Weltverbandes FIFA sowie der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Höhe von 7,6 Millionen Euro.

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