Eskalation. Delegation. Gute Sache. Ehrenamt.
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Medienlese vom 10. Augst 2014

Themen heute u. a.: Torlinientechnik, Polizeieinsätze, DFB-Delegation, hauptamtlicher DFB-Präsident

Gute Sache. Kevin Nielsen, BVBPower.de-Blogger, BVB Fan und -Experte, beleuchtet die Vor- und Nachteile von Torlinientechnik, Freistoß Spray, Videobeweis und die Pläne der FIFA für die Möglichkeit einer vierte Auswechslung in der Nachspielzeit. Als BVB Fan ist er sich angesichts der unglücklichen Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Florian Meyer im diesjährigen DFB-Pokal Finale sicher: „Die Einführung der Torlinientechnik ist in der Bundesliga und im DFB-Pokal eine sehr sinnvolle und vor allem hilfreiche Technik, um Fehlentscheidungen der Schiedsrichter vorzubeugen“. Indes plädiert auch Bayern Boss Rummenigge erneut an die Liga und die Club-Führungen, obwohl Nutznießer des nicht gegebenen Tores von BVB-Abwehrchef Mats Hummels, die Torlinientechnik schnellst möglich in der ersten Bundesliga einzuführen. Angesichts der unterschiedlichen Haltung von Vereinen, Verbänden und Fans zur Torlinientechnik, deren uneinheitlichen Handhabung auf internationaler (in der Premier League ist diese bereits im Einsatz) sowie der exklusiven Einführung der Torlinientechnik in obersten Deutschen Liga, dürfte die Diskussion um die Einführung der Technologie im Kontext von Gerechtigkeit und Chancengleichheit sowie um die Entemotionalisierung des Spiels noch für einiges an kontroversem Gesprächsstoff sorgen.
BVBPower.de , Tagesspiegel.de, Süddeutsche.de

Eskalation. Im Streit um den Einsatz von Polizeikräften im Rahmen von Fußballspielen meldet sich jetzt auch Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft zu Wort. Er kritisiert den DFB für dessen Entscheidung, das EM-Qualifikationsspiel Deutschlands gegen Gibraltar von Bremen nach Nürnberg zu verlegen scharf. Der DFB hatte sich zu diesem Schritt entschieden, nachdem das rot-grüne Parlament in Bremen sich dafür ausgesprochen hatte, den Fußball zukünftig an den zusätzlichen Kosten für Polizeieinsätze im Rahmen von Risiko-Fußallspielen zu beteiligen. Wendt meint, „es mangle dem DFB an Demokratieverständnis“. Niersbach sieht Schuld hingegen beim Land Bremen. Wie kontrovers die unterschiedlichen Haltungen der Verantwortlichen im Fußball sind und wie viel Konfliktpotential in der Debatte liegt, zeigt ein aktueller Artikel der Passauer Neue Presse.
Passauer Neue Presse, T-Online.de

Delegation. Mit Unterstützung des früheren Stürmer Stars des VFB Stuttgart und Ex-Nationalspieler Cacao, besuchte eine Delegation des DFB und ihres Partners der Lufthansa (help alliance e.V. ) die Kindertagesstätte Casa Mateus bei Sao Paulo. Im Gepäck hatten die Delegierten, zu denen unter anderem DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball sowie Produkt- und Marketingbereichsleiter  Dr. Reinhold Huber sowie Kollegen einer Kabinen- und Cockpit-Crew gehörten, einen Scheck in Höhe von Euro 15.000,- für die Förderung von brasilianischen Kindern und Jugendlichen u. a. für Sprachkurse und pädagogische Tagesbetreuung. Casa Mateus unterstützt seit 1980 jedes Jahr bis zu 200 von Armut betroffene und hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche. Der Fußballstar Cacau setzt sich auch an anderer Stelle für Kinder seines Heimatlandes Brasilien ein. So unterstützt er mit seinem Namen und mit seinem Engagement das World Vision Projekt „Sports for Life“.
Casa Mateus (Video), help alliance e. V., World Vision – Sports für Life

Ehrenamt. DFL-Chef Christian Seifert spricht sich offen für einen hauptamtlichen Präsidenten und in diesem Kontext für einen Strukturwandel beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) aus. Er begründet die nach seiner Auffassung längst überfällige Strukturkorrektur „mit der gestiegenen erforderlichen Kompetenz des Amtsinhabers, um im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Bereich auf Top-Niveau agieren zu können“. Seit dem Amtswechsel vor 2 Jahren schwelt die Debatte um das Präsidentenamt beim DFB. Auslöser dieses erneuten Vorstoßes von Seifert dürfte nicht zuletzt auch der während der Fußball Weltmeisterschaft offen ausgetragene Streit zwischen dem amtierenden DFB-Präsidenten Wolfgang Nieresbach und seinem Vorgänger Dr. Theo Zwanziger gewesen sein. Zwanziger kritisierte die Höhe der Vergütung von Niersbach und sprach ihm in diesem Kontext seine Vorbildrolle ab. Zwanziger begründete seinen Vorwurf mit der Gemeinnützigkeit des Verbands und im Sinne der vielen Tausenden, für den DFB im Ehrenamt tätigen Menschen. Laut Sport Bild erhält Niersbach wie sein Vorgänger Zwanziger für seine Tätigkeit als DFB-Verbandspräsident eine Aufwandsentschädigung in Höhe von rd. 7.000 Euro im Monat. Hinzu kommt jedoch eine monatliche Betriebsrente, die ihm für seine Zeit in der hauptamtlichen Position des DFB-Generalsekretärs zustehen soll.
RP-Online.de, Sportgate.de, spox.com, Sport BILD.de


Zitat des Tages

„DFB mangelt es an Demokratieverständnis“

Rainer Wendt im Interview mit der Passauer Neuen Presse, als Reaktion auf die Verlegung des EM-Qualifikationsspiels Deutschland gegen Gibraltar von Bremen nach Nürnberg – T-Online.de