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Mit welchen Mitteln Katar um die Gunst der Fußballfans buhlt. Und warum auch in Europa der Alkohol nicht nur bei den Zuschauern manchmal einen (zu) hohen Stellenwert hat.

Der inzwischen auch bei Fußballfans heftig in die Kritik geratene Gastgeber der WM 2022 Katar versucht seine Kritiker mit allerlei Zu- und Eingeständnissen versöhnlich zu stimmen. Neuester Coup: Das Versprechen, während der Weltmeisterschaft auch Alkohol anzubieten, um den mitgereisten Fans den Aufenthalt im Wüstenemirat so schmackhaft wie möglich zu machen. Alkohol sei zwar kein Teil der katarischen Kultur, da aber Gastfreundschaft im vom Islam geprägten Emirat selbstverständlich sei, werde während der WM auch Bier ausgeschenkt. Bereits im alten Rom war das Prinzip von „Brot und Spiele“ ein probates Mittel, die Aufmerksamkeit des Pöbels von den eigentlichen, oft zweifelhaften Machenschaften der Herrscherelite abzulenken. Na wenn sich so mal nicht auch der letzte Fußballfan von der Alternativlosigkeit der Fußball-WM im Wüstenstaat überzeugen lässt.

Dass Bier und Fußballfans irgendwie zusammengehören, ist ja tatsächlich nachvollziehbar. Wein hingegen gilt gemeinhin eher weniger als das typische Getränk im Fußball, um Siege zu begießen und um sich nach Niederlagen im Alkohol zu ertränken. Nichtsdestotrotz waren vier Kisten Wein dafür verantwortlich, dass sich der SC Caen und Olympique Nimes in der 2. Französischen Liga im Jahr 2014 unentschieden trennten, was deren Aufstieg bzw. Klassenerhalt sicherte. Eine zur Aufdeckung von Spielemanipulation eingesetzte Untersuchungskommission fand nun heraus, dass Caen den Wein kurz nach dem entscheidenden Spiel überreicht wurde. Nimes wurde inzwischen zum Zwangsabstieg in die 3. Liga verurteilt. Was aus dem Wein wurde, ist nicht bekannt.

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